Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Vor dem Amtsgericht erkennt B in der mündlichen Verhandlung vom Dienstag, 7. Juli 2026 den Anspruch des K auf Zahlung von 6.400,00 EUR aus einem Kaufvertrag in vollem Umfang an. Die Prozessakten werden elektronisch geführt; K will im Inland vollstrecken.
Beim Anerkenntnisurteil entfallen Tatbestand und Entscheidungsgründe zusammen, ohne dass es auf eine Beschwer oder einen Verzicht ankäme.
Dass über dem Tenor das Wort „Anerkenntnisurteil“ steht, ist eine Übung der Praxis, die das Gesetz nicht verlangt.
Weil hier nach dem Antrag des K erkannt wird, darf die Urteilsformel auf die Klageschrift Bezug nehmen.
In § 313b ZPO schaltet Absatz 3 den Absatz 1 ab und Absatz 4 den Absatz 2 — nicht umgekehrt.
Ergeht ein Verzichtsurteil und ist zu erwarten, dass es im Ausland geltend gemacht wird, sind Tatbestand und Entscheidungsgründe gleichwohl zu schreiben.
Kostenausspruch und Ausspruch über die vorläufige Vollstreckbarkeit bleiben auch beim Anerkenntnisurteil stehen.
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