Sobald im Sachverhalt ein Termin genannt wird, der verstreicht, und der Gläubiger trotzdem weiter auf die Leistung wartet. Das Erkennungszeichen ist ein Datum, das ohne erkennbaren Grund dasteht: „Lieferung am 1. Juni 2026“, „zahlbar bis zum 15. des Folgemonats“, „Rechnung vom 3. März“. Solche Angaben stehen fast nie zufällig da — sie sind die Kalenderbestimmung des § 286 II Nr. 1 BGB oder der Fristbeginn des § 286 III 1 BGB.
Das zweite Zeichen ist ein Posten, der mit der Zeit wächst: Mietwagen, Ersatzanmietung, Lohnfertigung, Zinsen. Und immer dann, wenn eine Klage auf Zahlung mit Zinsen endet — den Zinsantrag trägt § 288 BGB, und ohne Verzug trägt er nichts.