Der Tatbestand der Willenserklärung (§§ 133, 157 BGB)

Prüfungsschema · BGB AT · Erstes Staatsexamen

Wann du dieses Schema aufschlägst

Immer dann, wenn fraglich ist, ob jemand überhaupt etwas erklärt hat — bei Handzeichen, Kopfnicken, Weggehen, Schweigen, bei automatisch versandten Nachrichten, bei jedem Verhalten, das keine ausgesprochene Zusage ist. Erkennungszeichen im Sachverhalt: Der Text schildert ein Verhalten und nicht einen Satz.

Der Aufbau

  • Handlungswille
  • Äußerer Erklärungstatbestand, §§ 133, 157 BGB
    • Verhalten, ausdrücklich oder konkludent
    • Rechtsbindungswille aus Sicht eines verständigen Empfängers
    • Abgrenzung zur Gefälligkeit und zur Wissenserklärung
    • Kein übereinstimmender abweichender Wille beider Teile
  • Erklärungsbewusstsein
    • Fehlt es: Zurechnung bei fahrlässiger Verkennung
    • Dann anfechtbar, § 119 I BGB analog (S-1.03)
  • Geschäftswille
  • Abgabe
  • Wirksamwerden (S-1.01)
  • Kein rechtzeitiger Widerruf, § 130 I 2 BGB

4 Normen im Überblick

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