Der Aufbau
- Gesamtschuld einschließlich Gleichstufigkeit → S-9.01
- § 426 I 1 BGB — der selbständige Ausgleichsanspruch
- Grundsatz: Haftung im Verhältnis zueinander zu gleichen Anteilen
- „soweit nicht ein anderes bestimmt ist“
- Vereinbarung
- Natur des Schuldverhältnisses
- Gesetzliche Sonderregeln (§ 840 II, III BGB, § 5 S. 2 ProdHaftG)
- Bei mehreren Deliktstätern: die Verursachungs- und Verschuldensbeiträge, in entsprechender Anwendung des § 254 BGB
- Inhalt vor der Befriedigung des Gläubigers — Mitwirkung und Befreiung in Höhe der Quote
- § 426 I 2 BGB — der Ausfall
- Der auf einen Gesamtschuldner entfallende Beitrag ist nicht zu erlangen
- Die übrigen zur Ausgleichung verpflichteten Schuldner tragen ihn im Verhältnis ihrer Anteile
- § 426 II BGB — der Forderungsübergang
- S. 1: Befriedigung des Gläubigers und Ausgleichsberechtigung
- Übergang in Höhe der Ausgleichsquote
- S. 2: der Übergang kann nicht zum Nachteil des Gläubigers geltend gemacht werden
- Die gestörte Gesamtschuld
- Einer der Schuldner haftet dem Geschädigten wegen eines Haftungsprivilegs nicht
- Damit fehlt die zweite Forderung und mit ihr die Gesamtschuld
- Feststellung: ohne das Privileg wäre eine Gesamtschuld entstanden, regelmäßig nach § 840 I BGB
- Benennung des Privilegs und seines Zwecks — wen soll es schützen, und wovor?
- Das elterliche Privileg geht nicht zulasten des geschädigten Kindes
- Der Schädiger haftet in voller Höhe
- Ein fingierter Ausgleichsanspruch gegen die Eltern wird abgelehnt
- § 1664 I BGB will das Familienverhältnis schonen und das Kind schützen, nicht den außenstehenden Schädiger entlasten.
- Grenze des Privilegs, § 277 BGB
- Von der Haftung wegen grober Fahrlässigkeit befreit die eigenübliche Sorgfalt nicht
- Dann entsteht eine gewöhnliche Gesamtschuld nach § 840 I BGB
- Der Ausgleich läuft über § 426 I 1, II 1 BGB
- Dort wird der Geschädigte gekürzt, weil ihm die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zufließen
- Bei einer bloß vertraglichen Freistellung wird der an ihr unbeteiligte Dritte nicht belastet
- Rechtsfolge
- Zahlung in Höhe der Quote
- Bei Ausfall eines Ausgleichspflichtigen erhöht um dessen Anteil nach § 426 I 2 BGB