Der Sachverhalt. Die Nordwind Segelcharter KG hat eine persönlich haftende Gesellschafterin, Petra Lorentz, und eine Kommanditistin, Wiebke Stoll. Für Stoll ist im Handelsregister eine Haftsumme von 80.000 € eingetragen; im Gesellschaftsvertrag hat sie eine Einlage von 80.000 € übernommen und 50.000 € eingezahlt. Die Werft Hagedorn hat eine offene Forderung gegen die KG über 100.000 €, die Gesellschaft ist vermögenslos.
Die Kette steht: Verbindlichkeit der Gesellschaft, akzessorische Haftung nach § 161 II iVm § 126 S. 1 HGB, Begrenzung nach § 171 I Hs. 1 HGB auf die eingetragene Haftsumme (§ 172 I HGB), Erlöschen, soweit die Einlage geleistet ist (§ 171 I Hs. 2 HGB).
| Haftsumme (§ 172 I HGB) | 80.000 € |
| abzüglich geleisteter Einlage (§ 171 I Hs. 2 HGB) | – 50.000 € |
| offene Haftung | 30.000 € |
Hagedorn kann von Stoll 30.000 € verlangen. Den Rest muss die Werft gegen Lorentz durchsetzen, die unbeschränkt haftet.