| Klärung, § 1598a BGB | Anfechtung, § 1600 BGB | |
|---|---|---|
| Ziel | Kenntnis der leiblichen Abstammung | Beseitigung des Status |
| Berechtigt | Vater, Mutter, Kind, § 1598a I 1 Nrn. 1 bis 3 BGB | die vier Personen des § 1600 I 1 BGB, darunter der leibliche Vater |
| Mittel | Einwilligung in die genetische Untersuchung, ersetzbar durch das Gericht, § 1598a II BGB | gerichtliche Anfechtung binnen zwei Jahren, § 1600b I 1 BGB |
| Bremse | Aussetzung bei erheblicher Kindeswohlbeeinträchtigung, § 1598a III BGB | Ausschluss nach § 1600 II, III, VI BGB |
Der leibliche Vater ist nicht klärungsberechtigt. § 1598a I 1 BGB zählt ihn nicht auf. Ihm bleiben die Anfechtung nach § 1600 I 1 Nr. 2 BGB und, wenn der rechtliche Vater zustimmt, die Anerkennung nach § 1595a I BGB. Wer ihm den Klärungsanspruch zuspricht, öffnet einen Weg, den das Gesetz gerade verschlossen hält.
Für heimlich eingeholte Gutachten gilt: Ein ohne Wissen und Einwilligung des Kindes erstelltes DNA-Gutachten ist im Anfechtungsverfahren nicht verwertbar und trägt auch den Anfangsverdacht nicht (BGH, Urt. v. 12.1.2005 – XII ZR 227/03). Eine Fernwirkung hat das Verbot nicht: Das gerichtlich angeordnete Abstammungsgutachten bleibt verwertbar (BGH, Urt. v. 1.3.2006 – XII ZR 210/04).