E-0.12 · Aufbau der Anwaltsklausur

Erbrecht · Lehrstoff aus ALEX – Tutor · 1 Übungsfrage dazu

AblaufDie Anwaltsklausur: vier Teile, keiner verzichtbar
  1. Mandantenziel
    in einem Satz, vor jeder Prüfung
  2. Rechtsgutachten
    über alle in Betracht kommenden Anspruchsgrundlagen
  3. Zweckmäßigkeit
    eine eigene Station: Weg, Gegner, Gericht, Streitwert, Kosten, Fristen; für sie gibt es die Punkte
  4. Praktischer Teil
WeicheMaterielles Recht oder Zulässigkeit zuerst?
Prüfst du aus Klägersicht?
Ja
Erst das materielle Recht, dann die Zulässigkeit
Nein
Umgekehrt — der Prozess läuft schon, und jede Zulässigkeitslücke ist der billigste Sieg

Die Anwaltsklausur hat vier Teile, und keiner davon ist verzichtbar.

  • Erstens das Mandantenziel in einem Satz, vor jeder Prüfung: „Die Mandantin verlangt von ihrem Bruder Auskunft über den Nachlassbestand und anschließend ihren Pflichtteil in Geld.“
  • Zweitens das Rechtsgutachten über alle in Betracht kommenden Anspruchsgrundlagen – aus Klägersicht wird das materielle Recht vor der Zulässigkeit geprüft, aus Beklagtensicht umgekehrt, weil der Prozess bereits läuft und jede Zulässigkeitslücke der billigste Sieg ist.
  • Drittens die Zweckmäßigkeit als eigene Station: Weg, Gegner, Gericht, Streitwert, Kosten, Fristen.
  • Viertens der praktische Teil.

Falle

Ein Gutachten, das mit „der Anspruch besteht“ endet, ist keine anwaltliche Arbeit – die Zweckmäßigkeit ist der Teil, für den es die Punkte gibt.

Zu diesem Modul gehören 1 Übungsfrage mit sofortiger Rückmeldung — dazu Mikrofälle, Karteikarten im Wiederholungsrhythmus und die Arena. Kostenlos anmelden und weiterarbeiten.

Erst ausprobieren? Auf der Startseite steht eine Aufgabe ohne Konto — du schreibst deine Lösung hin, und dieselbe Tiefenkorrektur, die drinnen korrigiert, liest sie gegen die Musterlösung.

Weiter im Thema