Gemeinsame Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern

Familienrecht · Feld 12 · D-12.2 · Definition aus ALEX – Tutor

Der Wortlaut

Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu,

  1. wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen),
  2. wenn sie einander heiraten oder
  3. soweit ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt (§ 1626a I BGB).

Das Familiengericht überträgt gemäß Absatz 1 Nummer 3 auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge beiden Eltern gemeinsam, wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht (§ 1626a II 1 BGB); trägt der andere Elternteil keine entgegenstehenden Gründe vor und sind solche auch sonst nicht ersichtlich, wird vermutet, dass die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht (§ 1626a II 2 BGB). Im Übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge (§ 1626a III BGB).

Die drei Nummern des Absatzes 1 sind abschließend: Eine gemeinsame Sorge kraft Gesetzes mit Widerspruchsmöglichkeit besteht nicht.

Woran gemessen wird

Diese Wörter müssen im Examen fallen — der Rest darf mit eigenen Worten kommen.

  • Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu,
  • wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen),
  • wenn sie einander heiraten oder
  • soweit ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt
  • Das Familiengericht überträgt gemäß Absatz 1 Nummer 3 auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge beiden Eltern gemeinsam, wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht
  • wird vermutet, dass die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht
  • Im Übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge
  • abschließend
  • kraft Gesetzes mit Widerspruchsmöglichkeit

Fundstellen

Woher der Wortlaut stammt

§ 1626a BGB in der geltenden Fassung · Gesetzeswortlaut

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