Erbrecht · Materielles Erbrecht & Erbprozess · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Nach dem Tod seiner Frau schließt Kurt mit seinem Sohn Bosse einen notariellen Vertrag, in dem Bosse gegen eine Abfindung auf seine Zuwendung aus dem Berliner Testament verzichtet. Später setzt Kurt seine Lebensgefährtin in einem neuen Testament zur Alleinerbin ein. Nach Kurts Tod streiten Bosse und die Lebensgefährtin um den Nachlass.
Ein Zuwendungsverzicht nach § 2352 BGB ist rechtlich identisch mit einem Erbverzicht nach § 2346 BGB.
Der Zuwendungsverzicht bedarf zu seiner Wirksamkeit der notariellen Beurkundung.
Durch den wirksamen Zuwendungsverzicht von Bosse ist die wechselbezügliche Schlusserbeinsetzung im gemeinschaftlichen Testament gegenstandslos geworden.
Kurts neues Testament zugunsten seiner Lebensgefährtin ist wegen der Bindung aus dem ersten Testament unwirksam.
Die Lebensgefährtin ist Alleinerbin geworden.
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