Was vollzieht, regelt nicht

Öffentliches Recht I · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Gegen N ist eine bestandskräftige Nutzungsuntersagung nach Art. 76 S. 2 BayBO ergangen. Weil er weiternutzt, verschließt die Behörde am 8. Juni 2026 die Tür und bringt ein Siegel an; Lichtbilder gehen an die Staatsanwaltschaft. N erhält ein Schreiben: „Das Siegel darf nicht entfernt werden.“ Am 22. Juni 2026 ergeht ein Kostenbescheid über 340 Euro. N will gegen alles vorgehen.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Versiegelung am 8. Juni 2026 setzt keine neue Rechtsfolge; sie vollzieht nur die bestandskräftige Untersagung.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil die Versiegelung N unmittelbar belastet, ist sie mit der Anfechtungsklage angreifbar.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Das Schreiben „Das Siegel darf nicht entfernt werden“ ist kein Verwaltungsakt, sondern ein Hinweis auf die Rechtslage.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Kostenbescheid ist ein Verwaltungsakt, und für seine Grundlage kommt es auf den Wirkungskreis an.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch die Lichtbilder und ihre Übersendung an die Staatsanwaltschaft sind Realakte und deshalb nicht anfechtbar.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch aus dem Schreiben vom 8. Juni 2026 könnte die Behörde vollstrecken, weil es die Pflicht des N ausdrücklich benennt.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Öffentliches Recht I weiterlesen.

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