Kautelarrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Xaver möchte für die Zeit nach seinem Tod sicherstellen, dass sein Neffe Tobias Grundstücke ohne langwieriges Erbscheinverfahren umschreiben lassen kann. Er überlegt, wie eine solche Vollmacht rechtlich zu gestalten ist.
Eine transmortale Vollmacht wird bereits zu Lebzeiten erteilt und gilt über den Tod des Vollmachtgebers hinaus fort.
Der Tod des Vollmachtgebers führt nach § 130 Abs. 2 BGB dazu, dass eine zu Lebzeiten erteilte Vollmacht automatisch sofort unwirksam wird.
Durch den Einsatz einer transmortalen Vollmacht kann das Erfordernis einer Voreintragung der Erben im Grundbuch gemäß § 40 GBO entfallen.
Die Erben sind rechtlich gehindert, eine vom Erblasser erteilte transmortale Vollmacht nach dessen Tod jemals zu widerrufen.
Für den Nachweis der Vollmacht gegenüber dem Grundbuchamt bei Grundstücksgeschäften genügt grundsätzlich eine einfache, formlose privatschriftliche Vollmachturkunde.
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