Erbrecht · 1. Staatsexamen · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Das Nachlassgericht erteilt der Tochter A einen Erbschein als Alleinerbin ihres Vaters R. Sie legt ihn der Bank vor und verlangt Auszahlung von 96.000 €. Die Bank verweigert sie, weil ein Neffe angerufen und ein späteres Testament behauptet hat.
Erst der erteilte Erbschein macht A zur Erbin ihres Vaters R und begründet damit ihr Erbrecht.
Der Erbschein begründet die Vermutung, dass A das angegebene Erbrecht zusteht und sie nicht weiter beschränkt ist.
Die Bank muss die 96.000 € an A auszahlen, solange sie nur einen Anruf und keinen Beweis für ein späteres Testament hat.
Zahlt die Bank an A, wird sie nach § 2367 BGB auch dann frei, wenn der Erbschein unrichtig ist.
Stellt sich die Unrichtigkeit heraus, wird der Erbschein schon mit dem Einziehungsbeschluss kraftlos, auch wenn das Gericht die Urkunde noch nicht zurückerhalten hat.
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