Sperrwirkung der Standardmaßnahme (Art. 17 PAG)

Öffentliches Recht V · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Um 1.30 Uhr randaliert eine Gruppe vor einer Gaststätte. A tritt gegen eine Mülltonne, lässt sich ansprechen und kündigt an, er komme „irgendwann heute Nacht“ wieder. Die Streife P will ihn für drei Stunden in Gewahrsam nehmen. Der Dienstgruppenleiter hält Art. 17 PAG für zu eng und schlägt vor, die Ingewahrsamnahme auf die Generalklausel zu stützen.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Scheitert Art. 17 I Nr. 2 PAG an seinen Tatbestandsmerkmalen, bleibt der Rückgriff auf Art. 11 I 1 Hs. 1 PAG offen — die Generalklausel reicht weiter.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Sperre reicht so weit wie der Regelungsgegenstand der Standardbefugnis, nicht so weit wie der Lebenssachverhalt.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Art. 17 I Nr. 2 PAG verlangt mehr als die Erforderlichkeit des Art. 4 I PAG; das Wort des Gesetzes heißt „unerlässlich“.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil A nur eine Sachbeschädigung an einer Mülltonne angekündigt hat, scheidet Art. 17 I Nr. 2 PAG schon deshalb aus — die Nummer erfasst nur Straftaten.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Art. 17 I Nr. 3 PAG verlangt kein unmittelbares Bevorstehen, dafür aber ein bedeutendes Rechtsgut — und was das ist, steht nicht in Art. 17 PAG.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die gescheiterte Standardmaßnahme wird in der Arbeit ausgeschrieben und nicht mit dem Satz übersprungen, es komme darauf nicht an.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Öffentliches Recht V weiterlesen.

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