Erbrecht · 1. Staatsexamen · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
L und M sind Nachbarinnen. M schreibt von Hand auf, und beide unterschreiben: „Erlebt M meinen Tod, erhält sie 80.000 €; stirbt sie vorher, bekommen auch ihre Kinder nichts.“ Zugleich verspricht L ihrem Neffen O notariell, ihn im Testament zu bedenken. Nach Ls Tod verlangen beide von der Alleinerbin N Erfüllung.
Auf die Zusage an M finden die Vorschriften über Verfügungen von Todes wegen Anwendung (§ 2301 I 1 BGB).
Die Zusage unterfiele auch dann § 2301 I 1 BGB, wenn nur die Zahlung auf Ls Tod hinausgeschoben wäre.
Die handschriftliche Urkunde wahrt die Form des § 2247 I BGB, weil L sie unterschrieben hat.
Ms Anspruch gegen N scheitert damit an der Nichtigkeit der Urkunde nach § 125 S. 1 BGB.
Os Anspruch scheitert nicht an der Form, sondern daran, dass sein Vertrag mit L nichtig ist (§ 2302 BGB).
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Erbrecht · 1. Staatsexamen weiterlesen.
Erst ausprobieren? Auf der Startseite steht eine Aufgabe ohne Konto — du schreibst deine Lösung hin, und dieselbe Tiefenkorrektur, die drinnen korrigiert, liest sie gegen die Musterlösung.