Erbrecht · Materielles Erbrecht & Erbprozess · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Assessorkern · BGH, 26.06.24
V ist nicht befreite Vorerbin und hat den Resthof 19 Jahre bewirtschaftet; ein Verzeichnis hat sie nie erstellt. Mit ihrer Wiederheirat tritt der Nacherbfall ein, und Nacherbe N verlangt Herausgabe und Rechenschaft. V rechnet auf: 46.000 € Dachsanierung nach einem Sturm und jährlich 3.800 € Zaunreparaturen.
N hätte schon zu Beginn ein datiertes und unterschriebenes Verzeichnis verlangen können (§ 2121 I 1, 2 BGB).
Herauszugeben ist der Hof in dem Zustand, der sich bei fortgesetzter ordnungsmäßiger Verwaltung ergibt (§ 2130 I 1 BGB).
N muss der V die 46.000 € für die Dachsanierung ersetzen (§ 2124 II 2 BGB).
Auch die in neunzehn Jahren gezogenen Nutzungen sind an N herauszugeben (§ 2130 I 1 BGB).
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