Für den Fall der Freiheitsstrafe

Strafrecht III · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

A ist wegen Betruges in 61 Fällen angeklagt. Im Schlussvortrag erklärt V: „Für den Fall einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung beantrage ich, den Zeugen Z zu vernehmen zum Beweis der Tatsache, dass nicht A, sondern sein Bruder die Überweisungen freigegeben hat.“ Die Kammer verurteilt zu zwei Jahren neun Monaten und schreibt: „Der Hilfsbeweisantrag war abzulehnen; die Kammer unterstellt die Tatsache als wahr.“

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Über einen Hilfsbeweisantrag wird erst im Urteil entschieden, weil seine Bedingung erst mit der Beratung eintreten kann.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil der Antragsteller die Bedingung frei wählen darf, ist die Koppelung der Täterschaftsfrage an eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung zulässig.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil die Koppelung unzulässig ist, brauchte die Kammer über den Vortrag nicht weiter zu befinden.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Wahrunterstellung war hier immerhin der passende Ablehnungsgrund, weil die behauptete Tatsache den Angeklagten entlastet.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Beim Hilfsbeweisantrag darf das Revisionsgericht einen anderen Ablehnungsgrund einsetzen als den, auf den die Urteilsgründe abgestellt haben.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Wer eine Alibi- oder Täterschaftstatsache retten will, stellt den Antrag unbedingt und vor dem Schluss der Beweisaufnahme.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Strafrecht III weiterlesen.

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