Drei Entscheidungen, drei Belehrungen

Öffentliches Recht IV · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Drei Akten liegen auf dem Tisch. In der ersten ist die Anfechtungsklage des A durch Urteil abgewiesen worden, ohne Wort zur Zulassung. In der zweiten ist der Antrag des A nach § 80 V 1 VwGO durch Beschluss abgelehnt worden. In der dritten hat die Kammer durch Gerichtsbescheid entschieden und die Berufung nicht zugelassen. Der Referendar soll für alle drei die Belehrung entwerfen.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Welcher Rechtsbehelf gegeben ist, entscheidet die Entscheidungsform und nicht der Streitgegenstand — und § 146 I VwGO sagt das von der Beschwerde her.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch die Beschwerde gegen den Eilbeschluss bedarf der Zulassung; ohne einen Zulassungsausspruch der Kammer ist sie unstatthaft.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Gegen den Beschluss laufen zwei Fristen an zwei Gerichte, und beide beginnen mit demselben Ereignis.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Beschwerdefrist steht in § 146 I VwGO und rechnet ab Zustellung des Beschlusses.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Gegen den Gerichtsbescheid hat A die Wahl zwischen dem Zulassungsantrag und der mündlichen Verhandlung, und beides binnen eines Monats ab Zustellung.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Wäre über die Beschwerde schon entschieden, endete der Weg dort — und die Belehrung müsste das aussprechen, statt ein Rechtsmittel zu nennen.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Öffentliches Recht IV weiterlesen.

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