Handels- und Gesellschaftsrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Die Baustoffe-GmbH hat die Geschäftsführer W und A. Der Gesellschaftsvertrag sagt zur Vertretung nichts. Ein Gesellschafterbeschluss macht Geschäfte über 50.000 € von der Zustimmung der Versammlung abhängig. Am 4. Mai unterschreibt W allein einen Kaufvertrag über 240.000 € mit O, die den Beschluss nicht kennt.
Bei zwei Geschäftsführern gilt ohne abweichende Bestimmung im Gesellschaftsvertrag Gesamtvertretung (§ 35 I 1, § 35 II 1 GmbHG).
W hat den Kaufvertrag als Vertreter ohne Vertretungsmacht geschlossen (§ 35 II 1 GmbHG, § 177 I BGB).
Der Gesellschafterbeschluss über die Zustimmungspflicht hindert die Vertretungsmacht auch im Außenverhältnis (§ 37 I, § 37 II 1 GmbHG).
W hat jedenfalls seine Pflicht aus § 37 I GmbHG verletzt und haftet der Gesellschaft für einen daraus entstehenden Schaden (§ 43 II GmbHG).
Auch für die Entgegennahme einer Willenserklärung der O müssen beide Geschäftsführer mitwirken (§ 35 II 1, § 35 II 2 GmbHG).
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