Die vertauschte Hausnummer

Erbrecht · 1. Staatsexamen · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

M hinterlässt ein wirksames eigenhändiges Testament: „Mein Haus in der Ahornallee 34 erhält meine Tochter B; im Übrigen erben B und mein Sohn K zu gleichen Teilen.“ In der Ahornallee besaß M nur die Nummer 43. Unter der 34 steht ein fremdes Haus.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Bei der Auslegung ist der wirkliche Wille zu erforschen und nicht am buchstäblichen Sinn des Ausdrucks zu haften (§ 133 BGB).

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    Neben § 133 BGB ist § 157 BGB anzuwenden, weil auch die Bedachte auf den Wortlaut vertrauen darf.

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    Das Vermächtnis ist unwirksam, weil das Haus mit der Nummer 34 nicht zur Erbschaft gehört (§ 2169 I BGB).

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die unrichtige Bezeichnung des Gegenstands bleibt außer Betracht, soweit feststeht, was die Erblasserin gemeint hat.

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    § 2084 BGB entscheidet den Fall, weil die Verfügung zwei Deutungen zulässt und nur eine ihr zum Erfolg verhilft.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Erbrecht · 1. Staatsexamen weiterlesen.

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