Schuldrecht AT · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
M kauft am 9. März 2026 bei H eine gebrauchte Etikettiermaschine für 6.400 € und überweist sofort. Am 24. April setzt sie eine Frist bis zum 15. Mai. Am 16. Mai steht nichts in der Halle; am 18. Mai kauft M eine gleichwertige Maschine für 8.100 €.
Angemessen ist eine Frist, die dem Schuldner erlaubt, jetzt erst mit der Beschaffung zu beginnen.
Weil M nichts erhalten hat, laufen die Schranken des § 281 I 2 und 3 BGB hier leer.
M bekommt dasselbe heraus, gleich ob sie nach der Differenz- oder nach der Surrogationsmethode rechnet.
Hätte M die Maschine mangels gebrauchter Angebote fabrikneu gekauft, bekäme sie die volle Differenz.
Hätte M am 16. Mai Schadensersatz statt der Leistung verlangt, könnte H sich am 2. Juni nicht mehr durch Lieferung befreien.
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