Kautelarrecht · Vertragsgestaltung · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 4 Aussagen zu beurteilen
Die verwitwete Mutter Sturm möchte das geerbte Grundstück ihres 15-jährigen Sohnes Nico verkaufen. Da das Angebot finanziell äußerst lukrativ ist, geht sie davon aus, dass sie für das Geschäft keine familiengerichtliche Genehmigung benötigt.
Mutter Sturm ist als alleinige Sorgeberechtigte grundsätzlich berechtigt, ihren 15-jährigen Sohn Nico bei dem Grundstücksverkauf an einen Dritten zu vertreten.
Ob eine familiengerichtliche Genehmigung erforderlich ist, hängt davon ab, ob das Geschäft für den Minderjährigen im Einzelfall wirtschaftlich vorteilhaft ist.
Der Verkauf des Grundbesitzes durch den Minderjährigen bedarf einer familiengerichtlichen Genehmigung gemäß § 1643 Abs. 1 i.V.m. § 1850 Nr. 1 BGB.
Bis zur Erteilung der familiengerichtlichen Genehmigung ist der geschlossene Grundstückskaufvertrag voll wirksam, kann aber nachträglich widerrufen werden.
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