Das Fahrverbot und seine Restdauer im Tenor (§ 44 StGB)

Strafrecht V · Urteil und Plädoyer · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Am 6. Februar 2026 führt A mit 1,08 Promille ein Kraftfahrzeug; sein Führerschein wird am selben Tag sichergestellt und am 10. April 2026 zurückgegeben. Am 3. Juni 2026 hält der Strafrichter § 69 II Nr. 2 StGB für widerlegt und erkennt auf 35 Tagessätze und drei Monate Fahrverbot. Der Entwurf: „III. Gegen den Angeklagten wird ein Fahrverbot von noch einem Monat verhängt; es wird mit Rechtskraft wirksam.“

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Das Fahrverbot ist hier nicht bloß möglich, sondern in der Regel anzuordnen — und § 44 I StGB sagt das in seinem dritten Satz.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Das Wort „noch“ ist richtig gesetzt: Zwei Monate sind bereits abgegolten, und der Tenor muss nennen, was zu vollstrecken bleibt.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der zweite Halbsatz trägt: Wie jede Rechtsfolge wird das Fahrverbot mit der Rechtskraft des Urteils wirksam.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Wann die Verbotsfrist zu laufen beginnt, hängt davon ab, ob ein Führerschein zu verwahren ist — und § 44 III StGB nennt dazu drei Fälle.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Trifft dieses Fahrverbot auf ein weiteres, das aus einem anderen Verfahren rechtskräftig verhängt ist, laufen die Fristen nacheinander.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Ziffer sieht so aus, wenn nur noch das im Tenor steht, was das Gericht entschieden hat.

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