Skript

Einführung — So arbeitest du mit ALEX – Tutor

Überblick

ALEX – Tutor bringt den gesamten Pflichtfachstoff Steuerrecht für die neunte und letzte Klausur des bayerischen Assessorexamens zusammen — von null erklärt, verständlich und doch auf Prädikatsniveau. Steuerliches Vorwissen brauchst du nicht. Alles, was hier steht, ist Pflichtstoff; nichts davon ist Beiwerk.

Die Klausur ist zweigeteilt: Teil I behandelt die Einkommensteuer (etwa 60–70 %), Teil II die Abgabenordnung. Diese Zweiteilung findest du überall in der App wieder.

Wenn du dich lieber führen lassen willst: Alex Coaching

Oben im Menü steht Alex Coaching. Dort führt ALEX dich Feld für Feld, Lektion für Lektion durch den Stoff. Erklärung, Aufgabe und Fall greifen ineinander: Du liest, beantwortest Aufgaben und beurteilst einen Sachverhalt; was du nicht brauchst, überspringst du. Du musst nichts aussuchen und nichts einrichten: Du klickst auf „Los geht's“ und arbeitest, bis du aufhören willst. Wenn eine Antwort noch nicht sitzt, sagt ALEX dir, woran es liegt, und du kannst es noch einmal versuchen, ohne dass es dich etwas kostet.

Es ist derselbe Lehrstoff wie unten, nur anders serviert. Alles Folgende beschreibt, wie du ihn dir selbst zusammenstellst.

Der empfohlene Weg durch die App

  1. Einführung & Schemata — hier. Lies das Master-Schema § 2 EStG und die AO-Verfahrenslandkarte. Diese beiden Landkarten trägst du durch jede Klausur; alles Weitere hängt sich daran auf. Rechne mit einem halben Tag.
  2. Lernplan — einmal einrichten: Termin, Intensität, Rechtsgebiete. Danach steht unter Heute dran, was heute ansteht. Der Plan nimmt dir die Frage ab, womit du anfängst; an dieser Frage gehen die meisten Lerntage verloren.
  3. Module — der Lehrstoff, 79 Stück. Jedes Modul erklärt einen Baustein von null: Einordnung, Erklärung, Norm und Navigation, das eigentliche Klausurproblem, ein durchgerechnetes Beispiel, zwei Kontrastfälle, die fertige Klausurformulierung, der typische Fehler und ein Quick-Check.
  4. Mikrofälle — direkt nach jedem Modul. Drei Stufen: Grundfall, Variante, Streitfall. Deine Bearbeitung wird mit der Musterlösung abgeglichen.
  5. Jura Eule — ein Fall, Aussage für Aussage: Du beurteilst jede Behauptung als richtig oder falsch und bekommst sofort die Begründung dazu. Gut für die Tage, an denen ein ganzes Modul zu viel ist, und gut zum Wiederholen — es sind über zweihundert Fälle.
  6. Examensklausuren — zehn vollständige Klausuren. Du schreibst die Lösung im Editor, die Tiefenkorrektur nennt Stärken, Schwächen und Notentendenz. Du kannst die Klausur natürlich auch in deinem gewohnten Textprogramm schreiben und hier einfügen. Achte dabei auf deine Gliederung: Wenn Word die Nummerierung automatisch erzeugt hat, fehlen die Nummern beim Einfügen — schreib die Gliederungspunkte in dem Fall als Text (A., I., 1., a)), sonst wird eine Lösung ohne erkennbaren Aufbau korrigiert.
  7. Klausurencoach — dieselben Examensklausuren, aber Station für Station geführt. Der Übergang vom Modul zur vollen Klausur, ohne Sprung ins kalte Wasser.

Was nebenher mitläuft

Die Algorithmische Optimierung nimmt dir die Auswahl ab: Statt einer festen Reihenfolge rechnet die Anwendung nach jeder Antwort neu, wo du stehst. Was zuletzt danebenging, kommt wieder — aber erst nach ein paar Tagen, als Wiederholung und nicht als Nachsitzen. Jede Aufgabe nennt dabei den Grund, aus dem sie erscheint.

Karteikarten und Wiederholung arbeiten mit einem Wiederholungsalgorithmus: Jeder Fall und jede Karte kommt genau dann wieder, wenn du sie zu vergessen droht. Unter Heute dran steht, was fällig ist — such dir nichts selbst zusammen.

Fast Track ist für zwischendurch: kurze Klickfragen mit Sofort-Feedback, ideal für zehn Minuten in der Bahn.

In der Arena trittst du gegen andere Lernende an — Quizduell, das Duell Aussage für Aussage, Sudden Death — und in der Lerngruppe teilt ihr euch ein gemeinsames Wochenziel. Dieselben Aufgaben wie beim Lernen, nur unter Zeitdruck und mit einem Gegenüber. Wartet gerade niemand, tritt eine aufgezeichnete Runde an.

Der Tutor beantwortet Fragen ausschließlich aus diesem geprüften Werk und nennt dir immer die Fundstelle. Findet er nichts, sagt er das — er rät nicht. Das ist der Unterschied zu einem allgemeinen Chatbot.

Im Fehlerkatalog stehen die Fehler, die in Korrekturen immer wieder auftauchen. Ein Blick dort vor der Klausur ist mehr wert als ein weiteres neues Thema.

Unter Klausurkorrektur kannst du deine eigene Klausur einreichen — handschriftlich abfotografiert oder getippt. Die Tiefenkorrektur prüft sie sofort nach demselben Bogen wie die Examensklausuren hier; wer eine menschliche Korrektur möchte, findet auf der Seite, wer sie schreibt und wie lange es dauert. Aus dem Korrekturbogen entsteht anschließend ein Fehlertraining, das genau die Vorschriften übt, an denen es gehakt hat.

Rechtsstand

Das Prinzip ist zeitlos gelehrt. Rechenbeispiele, Tarife und die Klausuren rechnen auf dem Veranlagungszeitraum 2026; jährlich wandernde Werte sind als solche gekennzeichnet.

Ein Rat zum Schluss

Lies nicht mehrere Module am Stück. Ein Modul, dann sofort die zugehörigen Mikrofälle — auch wenn du meinst, den Stoff verstanden zu haben. Der Unterschied zwischen "verstanden" und "in der Klausur abrufbar" entsteht genau dort.

Aktuelle Rspr steht oben neben den Rechtsgebieten. Dort liegt das examensrelevanteste Urteil der Woche: knapp erklärt und mit einem Satz dazu, warum es im Examen etwas bringt und wo es abgeprüft werden kann. Es gehört zu keinem einzelnen Rechtsgebiet — deshalb steht es über allen.